Wie negative Glaubenssätze den Weg aus dem Burnout verhindern können

Kennst Du das Gefühl, Dich manchmal zu fragen „Wer bin ich eigentlich? Und wie ist die Welt um mich herum?“
Die Antworten auf diese Fragen liegen tief in unserem Inneren und werden sehr von unseren inneren Überzeugungen, unserem Selbstbild und über Glaubenssätze beeinflusst – was wir denken, wie wir Entscheidungen treffen und wie wir uns fühlen.
Und genau diese Glaubenssätze sind es, die uns bei einem Burnout entweder helfen oder richtig gehend fesseln können und uns den Weg zurück in einen aktiven und gesunden Alltag verwehren.
In diesem Beitrag erfährst Du, woher diese Glaubenssätze kommen und wie Du negative Glaubenssätze erkennst und veränderst.

Burnout – wieso, weshalb, warum?

Unser stressiger Alltag und anstrengende Lebensumstände können eine echte Belastung sein – bis zu dem Punkt, an dem wir uns erschöpft, leer und ausgebrannt fühlen.
Dies gilt nicht nur, aber insbesondere auch für beruflichen Stress, der ungesund werden und zu körperlichen und psychischen Beschwerden führen kann. Denn wenn der berufliche Druck, anhaltende Über- oder Unterforderung, ständiger Zeitdruck, Konflikte am Arbeitsplatz oder extreme Einsatzbereitschaft zur totalen Erschöpfung führt, dann leidest Du wahrscheinlich unter einem Burnout.

Burnouts sind eine häufige Ursache für Krankschreibungen. Dabei sprechen wir hier nicht von temporären anstrengenden und fordernden Phasen, sondern von einer krankhaften emotionalen Belastung, auf die Dein Geist und Körper mit absoluter Erschöpfung reagieren.

Die Symptome von einem Burnout sind vielfältig – oft fühlen sich Betroffene ausgelaugt, emotional erschöpft und klagen über eine ganze Reihe körperlicher Beschwerden wie unerklärliche Schmerzen oder Magen-Darm-Problemen. Häufig sind Betroffene auch unkonzentriert und lustlos.
Unterstützung im Alltag, ein Blick auf die eigenen Bedürfnisse und das rechtzeitige Intervenieren mit Hilfe können hier helfen.

Eine Form dieser Unterstützung kann ich Dir im Rahmen meiner Burnoutpräventionsberatung bieten.
Durch strukturierte Unterstützung, gezielte Interventionen und individuelle Strategien unterstütze ich Dich dabei, Stressfaktoren zu meistern, gesunde Bewältigungsmechanismen aufzubauen und so langfristige positive Veränderungen in Deinem Leben zu fördern.

Burnout und negative Glaubenssätze – so erkennst Du sie

Was genau sind eigentlich Glaubenssätze?

Bei dieser Frage ist es wichtig zu wissen, dass wir alle eine Fülle von Glaubenssätze in uns tragen, sowohl positive als auch negative. Sie begleiten uns in unserem Alltag, manchmal bewusst und manchmal auch ohne, dass wir sie wahrnehmen.

Glaubenssätze sind im Grunde genommen nichts anderes als Gedanken, die tief in unserem Inneren verankert sind und durch die wir Erlebnisse, Ereignisse und unsere Einstellung bewerten.
Du kannst sie Dir quasi als „Autopilot“ unseres Geistes vorstellen, als leise laufender Film, der im Hintergrund unseres Geistes abläuft. Diese Gedanken können sich dabei entweder auf uns selbst beziehen „Ich muss alles perfekt machen, sonst ist meine Arbeit nichts wert“, auf die Welt im allgemeinen „Man bekommt im Leben nichts geschenkt“ oder aber auf generelle Aussagen „Ohne Fleiß kein Preis“.

Im Laufe unseres Lebens bestätigen unsere Erfahrungen und Erlebnisse, ob und wie wir diese Aussagen treffen und manifestieren. Dadurch entwickeln wir ein bestimmtes Grundmuster, wie wir Dinge wahrnehmen, was gut für uns ist und was uns schadet.

Viele dieser Glaubenssätze sind wertvoll und leiten uns sicher durch das Auf und Ab des Lebens, leider gibt es jedoch auch Muster, die uns in die falsche Richtung führen. Oft sind es hier immer dieselben negativen Glaubenssätze, die uns beeinflussen und hindern. Gerade bei einem Burnout können die richtigen Glaubenssätze aber elementar wichtig sein.

Negative innerliche Antreiber können dabei schlechte Glaubenssätze wie die folgenden sein:

  • Ich MUSS perfekt sein und besser sein, als andere
  • Ich bin stark und benötige nie Unterstützung von anderen
  • Ich DARF keine Fehler machen
  • Ich MUSS es allen recht machen
  • Ich sage nicht „NEIN“
  • Ich behalte immer und überall die Kontrolle

Glaubenssätze, durch die sich Menschen unbemerkt selbst in einen Burnout treiben

  1. „Ich brauche Aufmerksamkeit und Anerkennung“, „Ich bin nur wertvoll, wenn ich Leistung bringe.“
    Diese beiden Glaubenssätze hängen oft zusammen. Denn Menschen, die nach diesen Vorsätzen leben, möchten sowohl im Berufs-, als auch im Privatleben um jeden Preis Anerkennung und definieren sich ausschließlich über ihre Leistungen. Irgendwann reichen die Erfolge in den selbst gesetzten Zielen aber nicht mehr aus. Dann geht die „Selbstoptimierung“ weiter, bis zur vollkommenen Erschöpfung.

  2. „Meine Bedürfnisse sind nicht so wichtig, wie die meiner Arbeit/Familie/Freunde.“
    Berufliches Engagement ist lobenswert, kann aber auch nach hinten losgehen. Denn dieser Glaubenssatz kann zu einer Überidentifikation mit dem Unternehmen führen. Dann wird die Firmenidentität irgendwann zur eigenen Identität. Das tritt häufig bei Geschäftsführern, Vorständen oder CEOs auf.

  3. Ich ignoriere meine eigenen Grenzen beziehungsweise gebe Ihnen nicht genügend Raum.“
    Wer ständig die eigenen Grenzen überschreitet, übernimmt sich irgendwann zwangsläufig. Denn unser Körper sendet uns nicht grundlos Signale, die uns zeigen, wann der Punkt gekommen ist, langsam zu machen. Wer diese Zeichen ständig ignoriert, brennt früher oder später aus.

  4. „Ich brauche keinen Ausgleich zum Beruf.“
    Experten sind der Meinung, dass ein Burnout bei Personen, die einen regelmäßigen privaten Ausgleich haben, nur selten auftritt. Denn das Wochenende ist nicht grundlos zum Entspannen, zum Ausüben unseres Hobbys und als Auszeit mit der Familie da. Hierdurch laden wir unsere Batterien auf und schöpfen Kraft aus der wohl besten Burnout-Prophylaxe.

  5. „Eine ununterbrochene Reizüberflutung stört mich nicht.“
    Je nach Berufszweig bist Du beruflich einer ständigen Reizüberflutung ausgesetzt. Gerade dann ist es essenziell, privat für eine radikale Reizarmut zu sorgen. Hier ist es sinnvoll, dass die Familie mitzieht.
    Gehe in die Natur, relaxe bei einem gemeinsamen Brettspiel oder triff Dich mit Deinen Freunden und der Familie. Und ganz wichtig! Handy aus!

  6. „Pause machen ist Zeitverschwendung.“
    Wer sich selbst das Recht auf Pausen und Auszeiten verwehrt, vergeudet seine Ressourcen. Denn Pausen und eine gewisse geistige Leere sind wichtig, um Erschöpfung vorzubeugen. Kreativität und neue Lösungsansätze werden gefördert und die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden wird verbessert.

  7. „Ich vermeide Konflikte und gehe Konfrontationen aus dem Weg.“
    Menschen, die Konflikten ausweichen, schlucken Stress und Ärger einfach runter. Das ist pure Belastung und führt auf Dauer zu Unmut und Überforderung. Wenn Dich also etwas stört – egal, ob beruflich oder privat – spreche es an und stelle Dich der Situation. Du wirst sehen, wie befreit Du Dich anschließend fühlst.

  8. „Ich muss perfekt sein.“
    Perfektionismus wird in unserer Gesellschaft leider oft nicht als wirkliches Problem angesehen.
    Das ist schade, denn gerade wer sich nie fehlerfrei oder gut genug fühlt, leidet langfristig unter einem negativen Selbstbild und dem Gefühl der Unzulänglichkeit.
    In meinem Blogbeitrag Zwischen Perfektionismus und Burnout zeige ich Dir, wie Perfektionismus zur vollkommenen Erschöpfung führen kann und welche Typen von Perfektionisten es überhaupt gibt. Desweiteren erhälst Du Tipps, wie Du Deine Denkmuster verändern und Selbstfürsorge und eine gesunde Selbstreflexion erlernen kannst.

Wie negative Glaubenssätze die Heilung von einem Burnout blockieren können

Glaubenssätze – ein so einfacher Begriff und doch so wichtig in seiner Bedeutung. Denn schlussendlich sind es genau diese stummen, leisen Begleiter in unseren Gedanken, die einen wesentlichen Teil dazu beitragen, wie wir uns und unsere Umwelt wahrnehmen.

Positive Glaubenssätze können uns Aufschwung geben, uns helfen, Kraft zu tanken und beflügeln uns dazu, das Beste aus uns und unserem Tag zu machen. Mit ihnen an unserer Seite fühlen wir uns stark und selbstbewusst.
Menschen, die positive Glaubenssätze in ihren Gedanken manifestieren und diese Grundsätze pflegen, strahlen eine Leichtigkeit aus und ernten sowohl im privaten Glück, als auch im Beruf Früchte des Erfolgs.

Aber dann gibt es da auch noch die anderen, die negativen Glaubenssätze. Auch diese unwillkommenen Begleiter werden Dir im Alltag sicher schon begegnet sein. Sie schleichen sich wie dunkle Wolken leise in unsere Gedanken ein – „Ich bin nicht genug“, „Glück ist mir nicht bestimmt“, „Ich habe kein Recht auf Pause“ sind hier nur einige Gedanken, die uns daran hindern, unsere Leistung auszuschöpfen und unser volles Potenzial zu entwickeln.

Es ist wichtig zu wissen: Der wichtigste Mensch in Deinem Leben bist Du. Selbstliebe ist die liebevolle, wertschätzende und wohlwollende Beziehung zu Dir selbst.
In meinem Blogbeitrag Sich selbst lieben lernen – Dein Weg zur Selbstliebe, erkläre ich Dir, was es mit der Selbstliebe auf sich hat und wie Du es schaffst, Deine wahren Bedürfnisse Schritt für Schritt zu entdecken.
Eine gesunde Selbstliebe lässt keine negativen Glaubenssätze entstehen.

Und gerade bei einem Burnout sind es diese negativen Glaubenssätze, die den Weg aus dem Burnout hinaus blockieren, indem sie Selbstzweifel und eine negative Selbstwahrnehmung verstärken. Denn durch diese Gedanken fühlst Du Dich noch unfähiger, Dir selbst zu helfen oder positive Veränderungen anzunehmen.
Das verzögert den Heilungsprozess und gibt Burnout Symptomen reichliche „Nahrung“ zum Wachstum.

Negative Glaubenssätze bei einem Burnout durchbrechen

Das wohl größte Potenzial eines Menschen liegt darin, falsche Denkmuster zu durchbrechen und dadurch ungeahnte Fähigkeiten zu entfalten.
Denn ob wir wollen oder nicht – unsere Gedanken werden zu Gefühlen und diese Gefühle manifestieren sich schlussendlich in Worten und Taten, die letztendlich unser Schicksal formen.

Ob also positiv oder negativ: Früher oder später leiten wir durch diesen Prozess Veränderungen ein, die Auswirkungen auf unser berufliches und privates Leben haben.
Dafür ist es essenziell, hinderliche Glaubenssätze zu identifizieren und aufzulösen. Denn negative Denkmuster sind oft tief verwurzelt und nicht immer leicht zu erkennen. Umso wichtiger ist es, diese Muster zu durchbrechen, um positive Veränderungen in unserem Denken zu bewirken.
Die gute Nachricht hier:
Du alleine hast die Macht, diese Glaubenssätze zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken. Denn nur Du bestimmst schlussendlich darüber, ob Du die positiven Samen des Denkens pflanzt.

Gerne unterstütze ich Dich bei diesem Prozess und begleite Dich auf dem Weg hin zu mehr Selbstliebe und Achtsamkeit, damit Du langfristig den Weg zurück in ein erfülltes Leben findest. Ich begleite Dich auf Deiner Reise und zeige Dir, wie Du Deine Gedanken bewusst steuerst und lernst, negative Glaubenssätze liebevoll positiv umzugestalten. Dieser Wandel wird Dir Kraft geben und Dir dabei helfen, einen Burnout erfolgreich in diesem Punkt zu besiegen.

Hilfe bei Burnout – durch eine psychologische- und systemische Beratung negative Glaubenssätze auflösen und positive Glaubenssätze stärken

Vielleicht hast Du Dich in den genannten Punkten wiedererkannt und hast selbst schon erlebt, wie Glaubenssätze in Dir wüten und Selbstzweifel säen?!
Ich zeige Dir im Rahmen meiner psychologisch- und systemischen Beratung wie Du Dein Selbstbild stärkst, um den Weg aus einem Burnout zu finden und wie Du Dich durch präventive Maßnahmen künftig vor vollkommener Erschöpfung schützt. Dabei erarbeiten wir gemeinsam wertvolle Strategien und Du bekommst wertvolle Tipps an die Hand.

Kontaktiere mich unverbindlich und wir können einen Termin vereinbaren. Ich bin für Dich da!

Über die Autorin

Hallo, ich bin Andrea, psychologische und systemische Beraterin. Ich unterstütze dich einfühlsam und vertrauensvoll, die Krisen in deinem Leben zu meistern. Hier erfährst Du mehr über mich.