Loslassen lernen – Deine Chance für einen Neuanfang

Ob Beziehungen, Lebensträume oder Jobs – nicht alles im Leben können wir ewig festhalten. Früher oder später kommt in fast jedem Lebensbereich irgendwann der Moment des Loslassens.
Vielleicht kennst Du das Gefühl, dass das Loslassen dann aber gar nicht so einfach ist, wie Du es Dir wünschen würdest. Doch mit den richtigen Strategien und mit einer positiven Einstellung kann Dir der Abschied von Vertrautem gelingen und Dir das Loslassen lernen, die Chance auf einen Neuanfang eröffnen.

Warum ist Loslassen lernen so schwer?

Manche können es gut, andere straucheln mit dem Gedanken – und viele von uns gehören zu der Sorte Mensch, die es nicht so gut können: Loslassen. Von einer kurzen Liaison, einer guten Freundschaft, dem langjährigen Job, den Eltern oder von unzähligen anderen Lebensabschnitten, Beziehungen und Situationen.

Aber nicht immer müssen es die großen Dinge in unserem Leben sein, bei denen der Abschied schmerzt. Auch von Dingen wie Kleidungsstücken, Büchern, Erinnerungsstücken oder anderen materiellen Dingen kann die Trennung schmerzen.

Laut aktuellen Forschungen fällt es jedem Zweiten von uns schwer, sich aus Beziehungen oder dem Job zu lösen. Rund jeder Dritte hat Probleme, Gegenstände loszulassen. Dabei können jüngere Menschen im Alter von 18-29 Jahren tendenziell noch eher loslassen als Ältere, wobei sich die Jugend in diesem Vergleich deutlich schwerer von Gegenständen trennen kann, als von Lebensabschnitten oder Beziehungen.

Das Leben fragt aber nicht danach, ob und wann wir Loslassen lernen möchten – irgendwann trifft es jeden von uns und wir müssen uns in vielen Bereichen verabschieden: Beziehungen, Job, Schicksalsschläge, Fehlentscheidungen und lästige Gewohnheiten. Aber warum fällt es uns so schwer, Bekanntes hinter uns zu lassen? Was passiert im Kopf beim Loslassen? Und was kannst Du selbst dazu beitragen, wenn Du Dich nach einem Neuanfang sehnst?

Loslassen lernen: Festhalten – ein menschliches Bedürfnis

Festhalten an Gewohnheiten ist ein tief verwurzeltes menschliches Bedürfnis. Evolutionär betrachtet kann das Klammern an Gewohnheiten überlebenswichtig sein. Das Klammern hilft Jungtieren, sich in Gefahr an ihre Mutter festzuklammern.

Auch in Liebesbeziehungen und bestimmten Lebenslagen neigen wir, ob bewusst oder unbewusst, oft zum Klammern – im übertragenen Sinne. Wir möchten altgewohntes nicht ändern, selbst dann, wenn es uns nicht gut tut oder wir es gar nicht mögen. Das ist ein Grund dafür, warum wir den leidigen Job nicht endlich an den Nagel hängen oder die unglückliche Beziehung weiterführen, anstatt einen Neuanfang zu wagen.

Loslassen lernen – wann und warum ist es notwendig, Loszulassen?

Nur ungern lösen wir uns von alten Verhaltensweisen, Beziehungen oder Erinnerungen. Vielleicht neigst auch Du dazu, an Dingen festzuhalten, auch wenn Du spürst, dass die Zeit für einen Neuanfang gekommen ist.
Aber keine Sorge, Loslassen lernen ist einfacher, als Du vielleicht denkst. Eine zielführende Möglichkeit hin auf dem Weg zum Neuanfang können Dir Gespräche im Zuge meiner psychologischen- und systemischen Beratung bieten. Gemeinsam schauen wir uns belastende Muster an und finden Wege, wie Du Dich schrittweise lösen kannst.

Denn Loslassen lernen kann zwar schmerzhaft sein, bedeutet aber auch Freiheit. Denn wenn Du in alten Erinnerungen, in einer unerfüllten Liebe und schlechten Gewohnheiten verharrst, kann Dich dies wie ein Klotz am Bein belasten und Dich daran hindern, Dich frei zu entfalten.

Beispiele für Loslassen im Alltag können etwa sein:

  • Loslassen lernen in Beziehungen:
    Streit, Eifersucht, Unglück… . Trotzdem hängen wir lieber am Altgewohnten, als die Chance einzugehen, etwas neues zu wagen.

  • Loslassen lernen bei Veränderungen:
    Ein Umzug, eine neue Schule oder der Abschied von uns lieb gewonnenen Gegenständen kann unser Leben ganz schön durcheinanderbringen. Ein Grund dafür, dass wir diese kleinen Abschiede und Veränderungen gerne meiden.

  • Loslassen lernen im Arbeitsumfeld:
    Veränderungen auf der Arbeit betreffen nicht zwangsläufig nur einen Jobwechsel. Auch das Beenden eines Projekts oder eine Umstrukturierung im Betrieb zwingen uns zum Loslassen.

  • Loslassen lernen beim Verlust eines geliebten Menschen:
    Die Tatsache, dass ein geliebter Mensch unausweichlich aus unserem Leben geschieden ist, ist nur schwer zu akzeptieren. Die Trauerphase kann lähmen und das emotionale Loslassen von dem Verstorbenen erschweren. Denn oft kann der Abschied nur schwer überwunden werden.

Aber unabhängig davon, ob wir Gefühle, Gedanken oder Gegenstände loslassen müssen – je bewusster wir uns lösen, umso freier fühlen wir uns und umso mehr freuen wir uns auf noch kommende Abenteuer.

Loslassen lernen auf dem Weg hin zu einem Neuanfang – was passiert eigentlich beim Loslassen?

Loslassen lernen kann eine echte Herausforderung sein. Die gute Nachricht – mit der richtigen Einstellung und einem klaren Blick nach vorne ist es nicht unmöglich und eröffnet Dir gleichzeitig neue Perspektiven.

Denn Loslassen lernen ist prinzipiell eine „Kopfsache“. Wenn wir uns dazu entschließen, loszulassen, lenken wir unseren Blick weg von einer uns bekannten Situation und hin in Richtung unbekanntem.
Zu Beginn bist Du sicherlich mit verschiedenen Gefühlen konfrontiert – Verzweiflung, Trauer, Kränkung, Angst oder Wut. Schließlich verlässt Du eine Dir bekannte Situation und wendest Deine Aufmerksamkeit etwas unbekanntem, neuen zu.
In diesem Prozess des Loslassens lernen wirst Du auch negative oder ängstliche Gedanken durchleben:

  • „Warum musste mir das passieren?“
  • „Warum habe ich mich so verhalten?“
  • „Warum ist das Schicksal so ungerecht?“
  • „Ich schaffe es nicht, mich aus der Situation zu befreien.“
  • „Werde ich mit der neuen Situation überfordert sein?“
  • „Erwartet mich etwas Schlechteres, als das mir Bekannte?“

Dieses Gedankenkarussell ist vollkommen normal. Dein Geist muss sich intensiv mit der Veränderung auseinandersetzen und erkennt, dass eine große unbekannte Veränderung bevorsteht. Sperre Dich daher nicht, lasse den Neuanfang zu und akzeptiere die Vergangenheit. Manifestiere bei diesem Gedankenspiel positive Sätze wie:

„Ich bin bereit, das zu akzeptieren, was passiert.“

„Ich lasse los und freue mich auf die sich mir bietende Gelegenheit, neue Wege einzuschlagen.“


Erkenne, dass die aktuelle Situation endet und Du nicht mehr nach einer Lösung suchen musst.
Habe Vertrauen in die Zukunft und akzeptiere, dass sich Deine aktuelle Situation unvermeidlich ändern wird.

Warum ist es so wichtig, dass wir Loslassen lernen?

Loslassen ist ein bedeutender Schritt auf dem Weg zu persönlichem Wachstum und psychischer Gesundheit.
Denn durch neue Aspekte eröffnen sich Dir ungeahnte Möglichkeiten, neue Erfahrungen zu sammeln und Dich von dem zu befreien, was Dich bremst, was Dich zurückhält oder belastet.

Veränderungen sind ein unausweichlicher Bestandteil des Lebens. Nur dann, wenn Du Dich bewusst dafür öffnest, neue Wege zu gehen, können neue Möglichkeiten in Dein Leben einkehren.Trau Dich! Du wirst erkennen, dass Loslassen ein Prozess ist, der Zeit und Geduld erfordert, Dir aber erlaubt,
Schritt-für-Schritt Freiheit zu erlangen und einen Neuanfang zu wagen, der Dir gut tut und Dein Selbstbewusstsein stärkt.

Loslassen ermöglicht es Dir, weiterzugehen und neue Erfahrungen zu sammeln!

Loslassen lernen – Symptome und Folgen des
Nicht-Loslassen-Könnens

Wenn Dir Loslassen schwerfällt und Dir einfach nicht gelingen mag, kann es sein, dass sich im Laufe der Zeit verschiedene Symptome einschleichen, die Dir das Leben schwer machen.

Bekannte Symptome können hier die Folgenden sein:

  • Suchtverhalten
  • Gedankenkreisen und ständiges Grübeln
  • Verleugnen der krank machenden Gedanken- und Verhaltensmuster
  • Panikattacken
  • Wut, Hassgefühle
  • Depressionen, Stimmungsschwankungen
  • Selbstablehnung, Selbsthass
  • psychosomatische Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen

Loslassen lernen – mit diesen Tipps und Übungen gelingt es Dir

Loslassen lernen ist gar nicht so schwer, wie viele von uns glauben. Damit es erst gar nicht so weit kommt, dass Du darunter leidest, Dich nicht von Emotionen, Gedanken, Personen oder Lebensumstände loszulösen, helfen Dir die folgenden wertvollen Tipps dabei, diesen Prozess liebevoll und behutsam anzugehen:

  • Loslassen lernen Schritt 1 – akzeptiere Veränderungen:
    Der erste Schritt beim Loslassen lernen ist, Veränderungen bewusst zu akzeptieren.
    Beziehungen enden und geliebte Menschen scheiden aus unserem Leben. Niemand fragt uns daher nach unserem Einverständnis. Denke daran, Tiefpunkte gehören genauso zum Leben wie Höhepunkte.
    Trauere daher nicht der Vergangenheit nach, sondern bewahre Dir die schönen Erinnerungen in Deinem Herzen.

  • Loslassen lernen Schritt 2 – verliere Dich nicht in Gedankenkreisen:
    Es ist vollkommen verständlich, dass Du Dir bei einem Verlust oder einer Veränderung Gedanken machst und Deine Situation hinterfragst. Lasse diese Gedanken zu, versuche aber nicht, Dich in der Gedankenspirale aus Selbstvorwürfen und Wunschvorstellungen zu verlieren. Konzentriere Dich darauf, abzuschließen und positiv zu denken. Manifestiere ein positives Mindset! Das hilft Dir, loszulassen und einen Neuanfang zu starten.

  • Loslassen lernen Schritt 3 – stärke Dein Selbstwertgefühl:
    Besonders wenn es darum geht, eine Person oder eine Beziehung loszulassen, treten fast immer Selbstvorwürfe auf. Mache Dir bewusst, dass Du nicht die ganze Schuld trägst. Suche die Gesellschaft von Menschen, die Dir guttun und Dich so mögen, wie Du bist. Das stärkt Dein Selbstbewusstsein. Sei stolz auf Dich, den ersten Schritt Richtung Loslassen zu gehen.

  • Loslassen lernen Schritt 4 – Spreche mit Gleichgesinnten: Suche den Austausch mit anderen.
    Das können Gespräche im Freundes- und Bekanntenkreis, mit der Familie oder in Internetforen sein. Gerne stehe ich Dir im Rahmen meiner Beratung auf Deinem Weg des Loslassens zur Seite. Denke daran, dass es in Ordnung ist, sich Hilfe zu holen. Niemand ist ein Einzelkämpfer und gemeinsam fällt die Trennung von Altbekanntem leichter. Du bist nicht allein mit Deinen Gefühlen und der Kontakt mit Menschen kann Dir helfen, neue Wege zu erkunden, um mit der Situation umzugehen.

  • Loslassen lernen Schritt 5 – Miste aus – auch in Deinem Kopf:
    Damit Du Deinen Kopf frei bekommst kann es hilfreich sein, beim Loslassen lernen einmal ordentlich auszumisten. Und damit ist nicht nur die Trennung von überflüssigem materiellem Besitz und unnötigen Gegenständen gemeint – auch auf emotionaler Ebene wird es Zeit, die eigenen Gefühle zu überdenken und sich ein klares emotionales Muster für die Zukunft zurechtzulegen. Befreie Dich von Personen, die Dir nicht guttun und von negativen Gefühlen.

Du kannst nicht ändern, was geschehen ist und genauso wenig hast Du uneingeschränkten Einfluss darauf, was in Zukunft auf Dich zukommen wird. Erlaube Dir daher, beim Loslassen lernen liebevoll zu Dir selbst zu sein und den Prozess Schritt für Schritt zu durchlaufen.

Loslassen lernen durch die Kraft der Begleitung – wie Dir eine psychologische Beratung beim Loslassen hilft

Egal ob es sich um eine Beziehung, um eine berufliche Veränderung, den Verlust eines Menschen oder um eine andere Art des Loslassens handelt – Du musst den Weg des Loslassen lernen nicht alleine gehen.
Meine psychologische- und systemische Beratung kann für Dich eine wertvolle Hilfe sein.
Ich unterstütze Dich dabei, Deine Gefühle zu ordnen und zu verstehen und zeige Dir mit meiner gezielten Begleitung, wie Du den Prozess des Loslassens bewusst gestaltest und Raum für einen Neuanfang schaffst.

Über die Autorin

Hallo, ich bin Andrea, psychologische und systemische Beraterin. Ich unterstütze dich einfühlsam und vertrauensvoll, die Krisen in deinem Leben zu meistern. Hier erfährst du mehr über mich.