Unterschiede zwischen Depression und Burnout

Depression und Burnout zählen zu den Volksleiden – mit erschreckend steigender Tendenz. Dabei erkennen viele Betroffene Ihre Erkrankung gar nicht und funktionieren einfach weiter. Oder sie ordnen ihre Symptome falsch ein, was sich fatal auswirken kann. Es ist bedeutend zu wissen, dass beide Erkrankungen unterschiedlich sind!
Von Herzen gerne erläutere ich Dir in diesem Artikel die Unterschiede zwischen Depression und Burnout anhand von fiktiven Beispielen.

Zunahme und Symptome einer Depression

Die Krankheitsfälle von Menschen mit einer Depression oder depressiven Verstimmung hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Laut einer Erhebung ist die Prävalenz in Deutschland im Jahr 2022 auf 16,9 Prozent gestiegen. Im Jahr 2020 lag der Anteil noch bei 10,7 Prozent. Die Dunkelziffer ist vermutlich mittlererweile wesentlich höher.
In Anbetracht der Krisen der letzten Jahre liegt die Vermutung nahe, dass diese mit für den sprunghaften Anstieg gesorgt haben. Doch natürlich gibt es auch viele andere Ursachen für eine Depression, wie beispielsweise ein Trauerfall oder Stoffwechselstörungen.

Diese Symptome treten bei einer Depression häufig auf:

  • Antriebsmangel
  • Konzentrationsprobleme
  • Schuldgefühle
  • Hoffungslosigkeit
  • anhaltende Traurigkeit
  • Schlafstörungen
  • innere und äußere Unruhe
  • vermindertes Selbstwertgefühl
  • mangelndes Selbstvertrauen
  • Suizidgedanken

Verharre und verzage nicht! Falls Du diese Symptome an Dir bemerkst und diese nach ungefähr zwei Wochen nicht abklingen, solltest Du in jedem Fall einen Arzt aufsuchen und Dich in Behandlung begeben!

Näheres zum Burnout

Auch die Fälle von Burnout haben drastisch zugenommen. Laut der Erhebung einer Krankenkasse hat sich die Prävalenz von 2004 bis 2022 verzwanzigfacht! Dauernder Stress auf der Arbeit, permanente Reizüberflutung und zu wenig Erholungsphasen können die Ursache für das Erschöpfungssyndrom sein.

Burnout war lange als Modeerkrankung verschrien und betroffene Menschen wurden oftmals belächelt. Schlimm! Das hat sich etwas geändert, doch auch heute ist Burnout immer noch keine anerkannte Krankheit. Eine Depression hingegen schon.

Weitere Unterschiede liegen in den Symptomen, die bei einem Burnout häufig sind:

  • Anhaltende Erschöpfung
  • Dauermüdigkeit
  • Schlafstörungen
  • Gereiztheit
  • Gefühl der Überforderung
  • Zunahme von Fehlleistungen
  • Ansteigende Vergesslichkeit
  • Magenschmerzen
  • Kopfschmerzen

Vergleichst Du nun die Symptome einer Depression mit denen eines Burnouts, erkennst Du die Unterscheide.
Aber: Die Übergänge von Burnout zu einer Depression können fließend sein. So kann ein fortgeschrittener Burnout auch die Vorstufe zu einer Depression sein – muss aber nicht.

Beispiele für eine Depression und einen Burnout

Hier gebe ich Dir gerne zwei Beispiele, damit Du eine Depression und einen Burnout beser einorden kannst.
Dies soll eine kleine Verständnishilfe sein und ersetzt keinesfalls eine ärztliche Diagnose!

Tina fühlt sich schon länger schlecht und traurig – ohne dass sie weiß, warum. Ständig quält sie sich mit Schuldgefühlen und fühlt sich für alles, was schiefläuft, verantwortlich. Sie zieht sich immer mehr zurück und kann keine rechte Freude mehr empfinden. In manchen Momenten dunkler Hoffnungslosigkeit denkt sie sogar daran, dass es besser wäre, nicht mehr am Leben zu sein.
Für Tina gibt es Hilfe! Es ist höchste Eisenbahn, dass sie sich einem Arzt anvertraut, der sie behandeln und unter Umständen eine Psychotherapie einleiten kann.

Tom hat einen stressigen Job und findet nachts kaum in den Schlaf. Unruhig und zugleich erschöpft wälzt er sich im Bett herum und denkt ständig darüber nach, was ihn am nächsten Tag auf der Arbeit erwartet.
Es unterlaufen ihm immer wieder Fehler, die er vorher nicht gemacht hat. Häufig vergisst er, regelmäßig zu essen, zumal ihm sein Magen Probleme macht. Seine Stimmung wird immer gereizter, worunter auch sein Privatleben leidet.
Dann handelt seine Freundin. Sie überredet ihn zu einer schönen Urlaubsreise mit Ausschlafen, langen Strandspaziergängen und vielen neuen Eindrücken. Tom ist sehr dankbar für diese Therapie, die gar keinen Arzt erforderte. Nach dem Urlaub fühlt er sich viel besser, erholt und ausgeglichener.

Vielleicht erkennst Du Dich in einem der Beispiele wieder. Egal, welcher Fall möglicherweise auf Dich zutrifft:
Herzlich gerne begleite ich Dich unterstützend mit meiner psychologisch- und systemischen Beratung bei der Bewältigung einer Depression oder eines Burnouts. In meiner systemischen Beratung geht es darum, nicht nur individuelle Probleme zu lösen, sondern auch die Wechselwirkungen und Dynamiken im sozialen Umfeld zu berücksichtigen. Dabei legen wir gemeinsam den Fokus auf Förderung von Veränderung, Wachstum und Achtsamkeit.

In meiner Burnoutpräventions- und Streßbewältigungsberatung werden verschiedene Techniken und Strategien angewendet, um das Risiko eines Burnouts zu reduzieren und einen gesunden Umgang mit Stress zu entwickeln. Dabei gebe ich Dir wirkungsvolle Strategien an die Hand, um eine ausgewogene Lebensweise zu fördern und damit Burnout zu vermeiden.
Nimm einfach Kontakt zu mir auf!


Über die Autorin

Hallo, ich bin Andrea, psychologische und systemische Beraterin. Ich unterstütze dich einfühlsam und vertrauensvoll, die Krisen in deinem Leben zu meistern. Hier erfährst Du mehr über mich.